Einfache Grundschritte des Schwertkampfes
Grundstellung Unter der Grundstellung wird die Ausgangs- und Endposition aller Bein- und Körperbewegungen verstanden. Zwischen Ausfallbein und Standbein ist ein Abstand von 1,5-2 Fußlängen;
der Fuß des Ausfallbeins steht im rechten Winkel vor dem Standbein.
Die Beine sind gebeugt, der Körper ist aufrecht, der waffenfreie Arme zeigt nach hinten oben.
Das Gewicht des Körpers sollte auf beide Beine gleichmäßig verteilt werden. Bei vielen Schwertkämpfern ist zu sehen, dass die Ferse des Standbeines nicht auf die Fechtbahn aufsetzt, sie stehen nur mit Zehen und Vorfuß auf der Fechtbahn, dies ist besonders bei Angriffen (Ausfall, Flèche) oder auch bei Rückwärtsbewegungen vorteilhaft. Schritt vor/Schritt zurück Mit dem Schritt vor nähert sich der Kämpfer seinem Gegner.
Bei dem Schritt vor wird der Fuß des Ausfallbeins (vorderer Fuß) angehoben und ca. um die Hälfte bis zwei Drittel des Fußabstands nach vorne gesetzt, dabei wird die Ferse als erstes aufgesetzt, um über die Ferse abzurollen.
Der Fuß des Standbeins (hinteres Bein) wird nachgezogen. Nach dem Nachsetzen des Standbeins ist die Entfernung beider Füße zueinander die gleiche wie in der Fechtstellung. Ziele des 'Schritts zurück' sind zum einem die Sicherheitsmensur zu erzielen, d. h. den Abstand zum Gegner zu wahren, um einen möglichen Treffer zu entgehen, zum anderen strategisch taktische Gründe.
Die Technik des Schritts zurück ist identisch mit der des Schritts vorwärts,
Der Schritt zurück beginnt mit dem Abstoßen des Ausfallbeins und dem gleichzeitigem Zurücksetzen des Standbeines.
Die Bewegung endet mit dem Nachsetzen des Ausfallbeines.
Bei Beendigung des Schritts rückwärts entspricht die Entfernung zwischen den Füßen wieder der Grundstellung. Die Schrittlänge der oben genannten Bewegungen, sowie Geschwindigkeit und Bewegungsrhythmus können im Gefecht variieren.
Wichtig bei allen Fechtaktionen ist die Schnelligkeit der Ausführung; allerdings ist sie wertlos wenn nicht die richtige Mensur (Fechtabstand) gehalten wird.